Traumatherapie

Arbeiten mit Traumatisierten Menschen


Bei der Arbeit mit traumatisierten Menschen geht es um die Verarbeitung von traumatisierenden Erlebnissen, die unterschiedlich schwerwiegend gewesen sein können. Ursachen können z.B. Naturkatastrophen, Krieg, Kampfeinsatz, Folter, Vertreibung, terroristischer Anschlag, Vergewaltigung, Unfall mit drohenden ernsthaften Verletzungen, Traumata durch medizinische Eingriffe, sexueller Angriff oder sexualisierte Gewalt, Beobachtung des gewaltsamen Todes anderer, Tod der Eltern in der Kindheit, Verlust der geliebten Person und/oder der eigenen Kinder, lebensbedrohliche Krankheiten in der Kindheit, ausgeprägte emotionale oder körperliche Vernachlässigung in der Kindheit usw. sein..

Ereignisse, die zunächst weniger dramatisch erscheinen, können u.U. auch dazu führen, dass ein Mensch intensive Hilflosigkeit empfindet, wobei er aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage ist, diese zu bewältigen. Dabei kann es sich z.B. um persönliche Angriffe und Schmähungen, lang andauernde Manipulation, Mobbing, emotionalen Missbrauch, Vernachlässigung, körperliche Züchtigung, Scheidung oder Trennung, Konfrontation mit Traumafolgen als Helfer oder traumatisierendes Geburtserleben handeln.

Ob eine Situation traumatisch wird, hängt nicht nur von den äußeren Umständen, sondern auch sehr stark vom inneren Erleben dieses Ereignisses ab. Ein Trauma kann sich unterschiedlich auf die Psyche der betreffenden Person auswirken, je nachdem wie alt derjenige ist und welche Ressourcen der/dem Betreffenden als Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Bei der Arbeit mit traumatisierten Klienten wende ich verschiedene Stabilisierungs- und Distanzierungstechniken, Ressourcen-Screening, Trauma-Synthese nach dem KReST-Modell und EMDR an. In der Paartherapie kann der Einfluss traumatischer Erlebnisse eines Partners, bzw. die Auswirkung einer posttraumatischen Belasungsstörung (ptbs) auf die Beziehung zu Schwierigkeiten führen. Ich versuche dann, gemeinsam mit den jeweiligen Klienten Erekenntnisse und Verständnis zu fördern und Bewältigungsstrategien zu entwickeln, die sich positv auf die Beziehung auswirken.

Außerdem arbeite ich mit einer weiteren Methode, die erfolgreich bei traumatisierten Menschen angewendet werden kann: EMDR, „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Im Frühjahr 2017 habe ich am EMDR-Ausbildungszentrum in München eine EMDR-Fortbildung absolviert und integriere EMDR seitdem bei meiner Arbeit mit traumatisierten Menschen.

In der Paartherapie können traumatische Erlebnisse eines oder beider Partner Auswirkungen auf die Beziehung und den Beziehungsalltag haben. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, innerhalb der Paartherapie auch das Trauma des betreffenden Parters zu behandeln und das Verständnis und Verstehen des anderen, sowie auch des Betreffenden für sich selbst, zu fördern.